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Schweden 2001
Rundfahrt um Schwedens Vänernsee
- besser in der Hauptsaison?
Bilder: Schweden
Westerndorf bei Värnamo
Die Mündung des 45er Colt befand sich knapp fünf Zentimeter von meiner Stirn entfernt. Der
Mann, der die Waffe hielt, hatte ein Halstuch vor sein Gesicht gezogen und seine stechend
blauen Augen fixierten meine Nasenspitze. "Sit down" befahl er mir schreiend, und ich saß so
schnell wieder auf der harten Holzbank, wie es die Schwerkraft nur erlaubt, wenn man sich
einfach fallen lässt. Nicht, dass ich mir in die Hosen gemacht hätte, aber ich
muss zugeben, dass nach einem gehörigen Adrenalinschub reichlich Schweiß aus den Poren dampfte. Für manche
Fehler im Leben muss man nun einmal bezahlen und das im wahrsten Sinne des Wortes, in
unserem Fall genau 10 schwedische Kronen pro Person - soviel kostet eine Fahrt mit der
Dampflok im schwedischen Westerndorf "High Chaparral" bei der Kleinstadt Värnamo.
Der Zugüberfall gehört zum Programm und obwohl wir das ganze Schauspiel bereits einmal vor
drei Jahren genießen durften, hatte ich nicht damit gerechnet, dass es so echt wirken würde.
Mein Fehler war, dass ich aufstand, um ein Foto des Zugräubers zu schießen. Solch
Ungehorsam wird von den professionell arbeitenden Schauspielern nicht geduldet, und die
Strafe war doch ziemlich eindrucksvoll.
Zwei Minuten später war das Erlebnis dann wieder TV-ähnlicher: der Zug hielt und die
Banditen überfielen eine Bahnhofsstation. Dem Sheriff ist es zu verdanken, dass
die Fahrt
anschließend, ohne die soeben im Duell gefallenen Banditen, fortgesetzt werden konnte. Kurzer
Halt im mexikanischen Dorf. Jetzt knallen zur Abwechslung die Pistolen der mitfahrenden
Kinder. Und vorbei am Mississippi-Dampfer, der seine Runden auf dem Kleinfluss Storan zieht.
Wir verbringen den ganzen Tag im Westerndorf, schauen dem Schmied bei der Arbeit an
Hufeisen und Werkzeug zu, fahren mit der Postkutsche und besichtigen Saloon und Hudson
Bay Company - es ist unmöglich die angebotenen Möglichkeiten an einem Tag wahrzunehmen.
Jan betätigt sich als "Goldwäscher" und lässt sich die gefundenen Kupferspäne in einen
Sheriffstern umtauschen, zum Schluss gibt es den Knaller der ganzen Attraktionen - die
Westernshow. Stuntman zeigen dort ihr Können. Unter ohrenbetäubendem Geknalle
galoppieren Gute und Böse durch die Sandarena, lassen sich von Dächern und Türmen fallen,
bis die Guten Sieger sind. Und Jan ist ganz aus dem Häuschen, denn das ist was anderes als
Räuber Hotzenplotz im Fernsehen.
In zwei Tagen wollen wir uns wieder mit Kurt, Martina und dem kleinen Frieder treffen, von
denen wir uns in einer etwas hektischen Aktion gestern Abend auf einem Campingplatz im
Kroppefjäll, westlich des Vänernsees, verabschiedet hatten. Beim Vorschwärmen vom letzten
Besuch im "High Chaparral" war uns erst aufgefallen, dass das Saisonende und die letzten
Vorstellungen bereits auf den folgenden Tag fallen. Eigentlich hatten wir diesen
Urlaubsabschnitt für den Rückweg geplant und die Reiseroute entsprechend festgelegt. Sohn
Jan erging sich in lautstarkem Gezetere und drohte mit Vergeltung, falls der Höhepunkt seines
Urlaubs aufgrund mangelndem Planungsgeschick der Eltern ins Wasser fallen würde. Vier
Stunden Umweg erschienen uns eindeutig als das kleinere Übel und so packten wir zusammen
und fuhren in den anbrechenden Abend hinein.
Nationalpark Store Mosse
Nach so viel Action wird der folgende Tag zum Baden und Minigolfspielen genutzt. Auf dem
kleinen Campingplatz am Flaten-See ist das Wasser durch die geringe Tiefe nicht nur
angenehm warm, auch der extrem langsam abfallende Sandstrand hilft uns beim Ausspannen,
denn der kleine Marvin kann noch nicht schwimmen und vom nassen Element lässt sich die
kleine Wasserratte nun mal nicht abhalten.
Fünf Autominuten entfernt befindet sich der Store Mosse Nationalpark. U.a. als Brutgebiet für
Kraniche und Singschwäne bekannt, stellen wir bei der Rundfahrt am Abend fest,
dass sich hier
auch das Paradetier des Nordens beobachten lässt. Bei jeder bisherigen Reise in Skandinavien
stand der Wunsch, einmal einen leibhaftigen Elch zu sehen, ganz oben auf unserer Wunschliste,
doch bisher hatten wir es nur bis zu einem recht zweifelhaften Erfolgserlebnis gebracht: das
Tier lag auf einem Anhänger, umgeben von Männern mit bunten Mützen. Die Mützen hatten
wohl den Zweck, die Unterscheidungsmerkmale zwischen Elch und Jäger auch im Unterholz
deutlich zu machen. Und nun hatten wir in der Abenddämmerung quasi das ultimative Erlebnis.
Direkt neben der Straße weidete eine Elchkuh mit ihrem Kalb. Eine gute halbe Stunde lang
saßen wir bequem im Reisemobil und beobachteten dieses Ereignis. Einen Trupp Kraniche und
einen Elchbullen sahen wir etwas später auf der nördlichen Randstraße, allerdings in
angemessener Entfernung. Der Nationalpark bietet dem naturverbundenen Wanderer kurze und
längere Wege, auf denen neben Pflanzen wie Sonnentau, Fieberklee oder Drachenwurz auch die
landschaftlichen Besonderheiten des Parks, wie z.B. Schwingrasen und Flugsanddünen bestaunt
werden können. Für Kinder ein besonderes Vergnügen ist der große Vogelbeobachtungsturm
am Kavsjön, von dem aus ein Teil der Brutgebiete eingesehen werden kann. Ein gutes Fernglas
sollte dabei unbedingt zur Ausrüstung gehören.
Ich beschließe den Sonnenaufgang vom Turm
aus zu genießen und mache mich am nächsten Morgen frühzeitig mit der Fotoausrüstung auf
den Weg. Als ich den Turm emporsteige begegne ich im ersten Stock einem Mann, der
augenscheinlich die Nacht hier zugebracht hat. Mein kurzes "Hey" wird ebenso erwidert - mehr
auch nicht. Ein bisschen beklommen steige ich die Stufen bis zur obersten Ausguckplattform
hoch. Es ist noch rabenschwarze Nacht und eine derartige Begegnung, im zu dieser Stunde
menschenleeren Park, sorgt nicht gerade für uneingeschränktes Wohlbefinden. Als der Mann
schließlich auch nach oben kommt, packe ich unwillkürlich mein schweres Stativ etwas fester,
doch er erkundigt sich nur schlicht nach der Uhrzeit und geht dann wieder seines Weges. Nun
ja, kommt es mir in den Sinn, vielleicht ist das auf dem heimischen Bahnhof gewachsene
Misstrauen in Schweden doch etwas Fehl am Platz, aber wer weiß das schon. Ganz langsam
schiebt sich im Osten der dunkelrote Rand der Sonne über den Horizont, die schwachen
Strahlen durchdringen den aufsteigenden Frühnebel über dem See und erzeugen eine Stimmung
die, verstärkt durch die ersten Schreie der Kraniche, etwas märchenhaft romatisches an sich hat.
Ein Schluck vom heißen Tee und etwas Schokolade sorgen für ein molliges "draußen ist es
doch am schönsten" Gefühl.
In gehobener Stimmung fahre ich schließlich wieder zurück zu
unserer "Stuga" am Flatensee, die wir uns für zwei Tage gemietet haben, und komme gerade
richtig zum zweiten Frühstück. Susanne, Jan und Marvin decken gerade den Tisch. Stugas,
kleine Holzhütten mit Stockbetten und dem notwendigsten Inventar, findet man in Schweden
fast auf jedem Campingplatz. Sie eignen sich gut, um Regentage etwas komfortabler zu machen
oder, wie in diesem Fall, um mal allein mit dem Reisemobil auf Erkundungstour zu gehen,
während sich die Familie mit Baden und Faulenzen beschäftigt.
Unser Kurzausflug in den Wilden Westen ist doch noch zu einem runden Erlebnis geworden
und als wir unsere Freunde im Kroppefjäll wiedertreffen, gibt es eine Menge zu erzählen.
Gemeinsam waren wir über die Vogelfluglinie nach Schweden angereist, hatten die skurrile
Felsenlandschaft von Hovs Hallar, westlich von Bastad, durchstreift, auf dem Campingplatz
von Asa Sandstrand und Granitklippen als Spiel- und Abenteuerspielplatz entdeckt und waren
dann, nach einem Abstecher über die Inseln Tjörn und Orust, die sich leider im schlechten
Wetter tarnten, für mehrere Tage ins Kroppefjäll bei Färgelanda gefahren. Jetzt erscheint uns
der kleine Campingplatz am Ragnerudssjön bei Högsäter fast wie eine zweite Heimat,
immerhin kehren wir in bekannte Gefilde zurück. Aufgrund des gut angelegten
Abenteuerspielplatzes ist das ansonsten übliche "was sollen wir Tun-Problem" der Kinder kein
Thema. Nebenbei gibt es am Ausfluss des Sees jeden Morgen eine Schar sonnenhungriger
Ringelnattern zu beobachten, und durch die niedrigen Tagespreise des Kanu- und
Tretbootverleihs können wir nach Lust und Laune zum Picknick auf eine kleine Robinsoninsel
fahren.
Kroppefjäll
Das Kroppefjäll erkunden wir per Pedes. Es lässt sich nicht mit den großen Kollegen im
Norden vergleichen. Die typische, fjällartige Landschaft findet sich hier nur ansatzweise in den
höheren Lagen, dafür entfallen bei Wanderungen die anstrengenden Höhenunterschiede. Es gibt
einige Wanderparkplätze im Fjäll, die über Schotterstraßen erreicht werden können. Neben den
bekanntesten Wegen, wie dem Karolinerleden (bei Järbo), kann man sich mit der
topografischen Karte vom Touristbüro auch eigene Strecken "erfinden". Wir bleiben in der
Nähe des Campingplatzes und suchen unsere Wege anhand von Bachläufen und Höhenlinien,
die der Karte nach interessant erscheinen. Massenhaft Pilze und vor allem Blaubeeren hemmen
den Vorwärtsdrang. Eine Schmetterlingswiese lädt zum ersten Vesper ein. Das Pfadfinden
macht enorm Spaß: Bäche überqueren, Kompass benutzen, kleine Seen mit der Karte
vergleichen, Kuppen ersteigen und Aussichtspunkte finden. Es kommt uns nicht auf die
Wegstrecke an, sondern auf das Erlebnis, und das haben Kinder und Erwachsene
gleichermaßen. Kurt, der schon die Ringelnattern am Campingplatz entdeckt hatte, bleibt
seinem Ruf als Schlangensachverständiger treu und stöbert neben einer Blindschleiche noch
weitere Vertreter der züngelnden Zunft auf.
Tiveden Nationalpark
Ein Abstecher zur sehr empfehlenswerten Schärenlandschaft von Yttre Bodane am Vänernsee
(15 km nördlich von Mellerud) und zu den bronzezeitlichen Felsritzungen von Högsbyn am See
Ravarpen lockert die Weiterfahrt zum nächsten Ziel, dem Tiveden Nationalpark, auf.
Für Aktivitäten im Tiveden steht uns mit Hadders Camping am Undensee ein erstklassiger
Ausgangspunkt zur Verfügung. Einer verheißungsvollen Beschreibung in Velbingers
Reiseführer zufolge ("...einfach Toll...") hatten wir uns für diesen Platz entschieden. Die
Hadders betreiben ihren Campingplatz nun schon etliche Jahre. "Gäste aus 22 Ländern haben
sich schon bei uns eingeschrieben" erzählt Frau Hadder, "aber als uns eine deutsche Familie auf
die Beschreibung im Reiseführer aufmerksam machte, waren wir doch sehr erstaunt - wir hatten
überhaupt nichts davon mitbekommen, dass die Familie Baesgen bei uns war. Wir lernten die
Leute erst Jahre später kennen, und das auch nur, als uns andere Gäste sagten: wie, die kennt ihr
nicht, aber dort drüben sind sie doch!"
Auf eine qualitativ gute Betreuung bauend, hatten die Hadders mehrere Jahre Sprachunterricht
genommen und sprechen beide ausgezeichnet Deutsch. Dass Probleme mit sprachlichen
Feinheiten schließlich zu einer recht witzigen Episode führten, war dann auch allein meiner
unvollständigen Ausdrucksweise zu verdanken. Unser Reisemobil erfreute uns nämlich nach
der Ankunft auf dem Platz mit einem Platten. Auf die Frage, wo die nächste Werkstatt zu finden
sei, die einen kaputten Reifen reparieren könne, griff Frau Hadder gleich zum Telefonbuch,
dann zum Handy, meldete uns an und erklärte den Weg. Dort angekommen, gingen wir in den
angegebenen Laden und bewunderten Messer, Angeln, Campingzubehör und andere nützliche
Dinge - ein richtiger Tante Emma-Laden. Und dass die hier sogar Autoreifen reparieren, fanden
wir richtig lustig. Interessiert schauten wir auch zu, wie in einer Ecke des Ladens ein Fahrrad
repariert wurde. Es hat wirklich eine Viertelstunde gedauert, bis bei uns der Groschen fiel:
Fahrradreifen - Autoreifen. Wir gingen lachend aus dem Laden.
Der Tiveden Nationalpark zeichnet sich durch seine urwaldartige, mit haushohen Granitblöcken
gesprenkelte Hügellandschaft aus. Die enormen Blockansammlungen sind Moränen aus der
letzten Eiszeit. Vom Parkplatz am ca. 700 Meter langen Sandstrand des Trehörningsees
(Vitsand), einem idealen Badeplatz für Familien, wandern wir inklusive einer
"Orientierungsübung" gut eine Stunde bis zur Stenkälla, einer Quelle, die unter riesigen
Felsblöcken entspringt. Auf Fotos wirkt diese Sehenswürdigkeit relativ bescheiden, steht man
jedoch davor, so kommen einem unwillkürlich die Geschichten von Trollen und Feen in den
Sinn, die sich um diese geologische Besonderheit ranken.
Die Wegweiser zu den einzelnen Zielen in näherer Umgebung und eine Übersichtskarte findet
man am Beginn des Sandstrandes. Vom Parkplatz aus sind es gerade mal 100 Meter Weg
dorthin und die Versuchung, gleich hier die Wanderung abzubrechen, ist enorm. In diesem Fall
sei jedoch zumindest der kleine Spaziergang zu den Tärnekullen angeraten. Diese Blöcke sind
in 15 Minuten zu erreichen und bieten ebenfalls ein haushohes Höhlendesign, garniert mit
Moosen, Flechten und Farnen, allerdings ohne geheimnisvolle Quelle.
Mit dem Kanu auf dem Bosjön
Ein Schmankerl dieser urwüchsigen Gegend wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und
das ist eine Kanufahrt auf dem Bosjön. Eigentlich geht die ganze Kanustrecke über 15 km vom
Bootshaus am Bosjön über zahlreiche kleinere Seen bis in den Undensee, wobei man am
Schluss direkt am Campingplatz anlandet. Doch mit dem kleinen Marvin an Bord ist eine
Ganztagestour noch zu anstrengend, auch weil fünf kleinere Portagen (Landtransporte) gemacht
werden müssen. Bei den Hadders holen wir uns die Schlüssel zum Bootshaus, fahren zum
Bosjön und paddeln gute zwei Stunden zwischen Seerosenblättern, Bieberburg und kleinen
Inselchen herum. Die Zeit vergeht wie im Flug und einzelne aus dem Wasser ragende
Felsblöcke sind für die Kinder Anlas genug, die Geschichte vom Ungeheuer von Loch Ness in
ausgiebiger Form aufs abenteuerlichste abzuwandeln. Vor der Rückfahrt zum Campingplatz
besuchen wir noch den Fagertärn, der die botanische Berühmtheit der roten Seerose
beherbergen soll. Gerade mal ein einziges Exemplar erbarmt sich unserer suchenden Seele, der
Saisonschluss scheint auch den Pflanzen bekannt zu sein.
Als am nächsten Tag dann
Regentropfen aufs Hochdach tröpfeln, erscheint mir das wie ein Zeichen, diesen Tag extrem
gemütlich anzugehen und mich noch ein paar Mal im Bett umzudrehen. Derweil ist im
nachbarlichen Ducato das große Packen angesagt, denn, wie sollte es anders sein, das
Saisonende bringt mal wieder etwas Hektik ins beschauliche Urlauberdasein. Martina hat ihrem
Frieder bereits zu Hause von all den hübschen Dingen erzählt, die es im Freizeitpark "Astrid
Lindgrens Värld" in Vimmerby zu sehen gibt. Als da sind, Pippi Langstrumpf höchstpersönlich,
Karlson vom Dach oder das original Bullerbü. Auch die heimische Vorbereitung mittels den
entsprechenden Videos soll nicht umsonst gewesen sein und so trennen wir uns - nicht ohne die
aufkommende Wehmut mit den letzten Bierdosen aus Kurts Kühlschrank zu dämpfen. Tja, auf
Kurt ist Verlas! Sieben verschiedene Sorten, vom Andechser bis zum Dinkelacker, hatte er in
Anbetracht des schlechten Rufes von schwedischem "Öl" eingepackt. Es sei allerdings
festgestellt, dass schwedisches Bier durchaus schmeckt - für meinen Geschmack.
Auch unsere Pläne für die Rückfahrt werden über den Haufen geworfen. Susannes Wunsch, die
Glashütten in Smaland zu besichtigen, scheitert am üblichen Zeitfaktor. Gut, dass
ihr der
Prospekt einer Glashütte im 15 Kilometer entfernten Laxa in die Hände fällt. Darin stehen, so
hat das auch seine Richtigkeit, die Besichtigungszeiten für die Vorführungen - und wieder hat
uns das Saisonende fest im Griff. Die Enttäuschung fällt aber nur kurz aus, denn Frau Hadder
zückt ihr Handy und meldet unser Erscheinen in der Glashütte an. Bald darauf lassen wir uns
mit den Geheimnissen des Glasblasens vertraut machen. Sieht alles ganz einfach aus, doch als
der Meister uns in das Blasrohr pusten lässt, zerplatzt diese schlichte Vorstellung sprichwörtlich
wie eine Seifenblase und das zersplitterte Ergebnis der Bemühungen schwebt in federleichter
Zellophanform zu Boden. Jan gefällt das gut, weil es so schön knistert. Auch über den
künstlerischen Aspekt dieses Berufes erfahren wir schnell mehr: der Meister zaubert in ganzen
zwei Minuten, lediglich mit einer Zange als Werkzeug, eine Ente aus der erhitzten Glasmasse.
Ente gut alles gut, denke ich, doch Susanne hat sich in einen weißen Glaseisbären verliebt - die
Ente bleibt in Schweden.
Infos - !! nicht mehr aktuell - das war
2001
Anreise:
Zwischenstop auf der Insel Mön (Brückenverbindung) südwestlich von Kopenhagen.
Besichtigung der Kreideklippen (wie auf Rügen).
Weitere Tipps für unterwegs
- Holzkirche von Skallerud, interessante Architektur, auf der Strecke Mellerud -
Haverud.
- Aquädukt in Haverud (Dalsland-Kanal)
- Draisinefahrten bei Bengtsfors (auf der Strecke vom Kroppefjäll zur Nordspitze des
Vänernsees). 52 Km auf der Strecke zwischen Bengtsfors und Arjäng.
Preise: 110 sKr/Person und Tag.
- Vielfältige Kanutourangebote in Arjäng (Nordwestzipfel des Vänernsees) bei
Nordmarkens Kanot & Turist Center, dessen Chef, Preben Mortensen, auch
hierzulande durch Publikationen und Manager-Outdoorseminare einen Namen hat.
- Vogelsee Hornborgasjön bei Skövde, zwischen Vänern- und Vätternsee.
- Halbinsel Kallandsö mit Schloss Läkö am Südostzipfel des Vänernsees.
- Guter Zwischenstop auf der Rückfahrt am Bolmensee, Sjön Bolmen Camping.
Herrliche Sonnenuntergänge durch große Wasserfläche und optimale (westliche)
Blickrichtung vom Strand. Kanu- und Fahrradverleih, Angelkarten. Für Autofans
ganz in der Nähe: Laganland mit Automobilmuseum an der E4.
Kanuvermietung allerorten, ca. 100 sKr /Tag
Hüttenvermietung (Stugas) auf vielen Campingplätzen. Preise von 250 bis 500 sKr/Tag.
Tipp zum Sparen: Mehrere Campingplätze in Dalsland (Kroppefjäll) geben auf 5 Tage
Übernachtung einen Tag gratis. Dabei muss man nicht auf dem gleichen
Platz bleiben, da über ein Stempelbüchlein gezählt wird.
Sanitäranlagen: Sehr sauber, überall saugfähiges Fließpapier an den Spülen, mit dem
nach dem Abwasch saubergewischt wird.
Infomaterial:
Schweden-Werbung für Reisen und Touristik GmbH, Lilienstraße 19, 20095 Hamburg, Tel:
040-32551355, Fax 040-32551333
Copyright: Dieter Ziegler
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