| Nahrung &
Kochen:
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2800kcal pro Tag und Person (bei Personengewichten von 68kg bis 78kg) waren völlig ausreichend. Allgemein gibt es in der Outdoorliteratur Angaben, die von 1800kcal bis zu 6000kcal reichen. Unsere 2800kcal sind ein konkreter Erfahrungswert, der zumindest auf die beschriebene Wanderung mit 27kg-Rucksäcken passt, wobei keine extremen Höhenunterschiede oder Steigungen zu bewältigen waren. Siehe Futterliste (pdf) und VerteilungFutter (pdf) Zum Kochen haben wir Trangia-Spirituskocher benutzt (1 Kocher/2 Personen). Wir hatten 5 Liter für 4 Personen geplant und für Micha als "Einzelkocher" 1 Liter. Micha hat für 11 Tage genau einen Liter verbraucht. Zu zweit mit einem Kocher benötigt man weniger Spiritus: Verbrauch knapp 0,8 Liter pro Person für 11 Tage. Spiritus gibt es in Gällivare in den Supermärkten (ICA), auf schwedisch "T-röd", es gibt auch "Tenol", der sauberer brennt (weniger Ruß) aber geringeren Heizwert hat. Nachtrag: Mittlerweile benutze ich auch einen Gasbrennereinsatz für den Trangia und Schraubkartuschen. Da rußt nix und das Wasser kocht ultraschnell (hoher Heuzwert). Für Sarektouren würde ich trotzdem wieder den Spiritusbrenner nehmen - da kann kein Gewinde kaputtgehen. |
| Ausrüstungsliste | Getrennt nach persönlicher und "gemeinsamer" Ausrüstung. |
| Regenkleidung: |
Meine Jeantex Regenhose mit durchgehendem Reißverschluss ist zwar etwas schwer, aber bei nachlassendem Regen/Regenpausen kann per Reißverschluss bequem gelüftet werden ohne die Hose dauern an und auszuziehen - hat sich bewährt. Die anderen hatten leichte Regenhosen ohne Reißverschluss - auch keine Probleme. Meine Goretex Jacke (Jack Wolfskin Rhapsody) war dicht, jedoch hat sich der Oberstoff vollgesaugt. Beim an- und ausziehen im Zelt und beim Ablegen des guten Stücks verteilt sich die Nässe dann auch auf andere Objekte - das ist schlecht. Dietmar hatte ein anderes Modell von JW, das sich nicht vollsaugte (Gore Packlite Material) - finde ich besser, ist aber wahrscheinlich empfindlicher gegen Aufschlitzen an spitzen Gegenständen (abgebrochene Äste...). |
| Zelt: |
Salewa 3er-Tunnelzelt zu zweit (12 Jahre alt) 4,4Kg, war trotz Imprägnierung nicht ganz dicht. Ein Biwaksack oder ein kleines Tarp zum Drüberspannen wäre gut gewesen. Ansonsten sieht man viele Hilleberg Zelte im Fjäll.
Nachtrag: Ich hatte 2002 ein Hilleberg Nallo 3 im norwegischen Fjäll. Qualität war gut, aber alle Nallos lassen sich nicht so aufbauen, dass das Fußteil nicht mit dem Außenzelt in Berührung kommt - das darf bei solch teuren Zelten nicht sein. Mittlerweile habe ich ein Exped Andromeda (Tunnel mit zusätzlicher Apsis - riesig Platz für Rucksäcke und Ausziehen nasser Klamotten). Einwandfreie Verarbeitung, etwas schwer, aber mit 4kg immer noch leichter als das alte Salewa, das Nallo-Fußendenproblem gibts hier nicht (mit den vorhandenen zusätzliche Abspannschlaufen würde man das aber in den Griff bekommen) - mit 350 Euro fast geschenkt im Vergleich zu Hilleberg - Nachtrag 2004: Exped hat dieses Jahr die Preise extrem erhöht, das Andromeda kostet jetzt ca. 460 Euro - geschenkt gibt es nun nichts mehr, nachdem die Marke aufgrund zweier Testberichte in Outdoormagazinen ihren Bekannheitsgrad erhöht hat. Ich habe die PU-Version (kann unterwegs geflickt werden), es gibt aber auch eine leichtere Silikonversion die wenig mehr kostet, außerdem gibt es das Zelt ohne zusätzliche Apsis als leichte Siriusversion. |
| Schuhe: |
Alle hatten stabile Goretexstiefel und waren zufrieden. Dazu hatte jeder noch Trekkingsandalen für die Bachquerungen (2 mal). Die haben sich auch abends bewährt. Steff hatte normale Plastikbadeschuhe - geht auch. Turnschuhe: nach einem Trocknungstest zuhause (3 Tage Trockenzeit) waren Turnschuhe kein Thema mehr. |
| Getränkeflasche: |
Platypus, faltbare Kunststoffflasche, ideal, weil sie fast nichts wiegt und dennoch was aushält (man kann sich auf eine volle Flasche draufsetzen). Trinkwasser gibt es im Sarek an jeder Ecke, so dass man nie eine gefüllte Buddel rumschleppen muss. Einziges Problem (nach der Tour): Die Faltflasche kann innen schlecht gereinigt werden. |
| Sonnenbrand und ausgetrocknete Haut: |
Tja auch das gibt es. Nächstes Mal einen Sunsticker oder ähnliches mitnehmen. |
| Compeed: |
Wirklich gutes Pflaster bei Blasen. Allerdings halten sie nicht gut an Stellen mit engen Radien (Zehen) und sind dann eher störend - deshalb zusätzlich Hansaplastklebeband mitnehmen und einmal komplett um z.B. Compeed und Zehe kleben. |
| Gamaschen: |
Micha hat die Gamaschen eingespart und hat sie auch nicht vermisst. Ansonsten haben sich bei den restlichen Teilnehmern Gamaschen bewährt. Die Hosenbeine werden nicht zugeschlammt, bei kurzem Tritt ins Wasser über den Stiefelrand bleibt das Wasser noch draußen. Bei nasser niedriger Vegetation bleiben die Hosenbeine trocken. |
| Wanderhose: |
Ich hatte eine extrem dünne Suplex-Nylon-Hose. Trotz anfänglicher Bedenken war sie optimal, da sie extrem schnell trocknete (wenig Stoff kann sich nur wenig vollsaugen). |
| Powerstretch: |
Abends hab ich dann (selten) eine Powerstretch-Hose angezogen oder, wenn es windig kalt war dieselbe unter die Wanderhose angezogen (wiegt wenig, gibt warm). |
| Lange Unterhose: |
Wenig benutzt, nur mal zum Schlafen und dann relativ schnell wieder ausgezogen, weil es zu warm wurde. |
| Trekkinghandtuch: |
Diese leichten kleinen bunten Vliestücher saugen nicht besonders gut, wenn man sich abtrocknen will, aber es reicht vollkommen aus und wiegt fast nichts. Zum Aufsaugen von Nässe im Zelt gut, auch als Waschlappen (einfach einen Teil abschneiden), zum Schweiß abwischen (kam tatsächlich vor) oder als Ersatzspültuch geeignet. Billiger als im Outdoorhandel gibt es so etwas im Supermarkt als Mikrofaser-Wischtuch. |
| Trekkingstöcke: |
Nie wieder ohne (zumindest bei vollgeladenem Rucksack). |
| Liegematten: |
3 hatten Liegematten aus geschlossenzelligem Schaum (Evazote), 2 hatten Thermarest ultralight. Keinerlei Probleme bei beiden Varianten. |